Ausstellung: Roman Mayer, Monster-Mär

Roman Mayer, Monster-Mär

Ort: Brücke 66, Brückenstraße 66, 60594 Frankfurt am Main
Ausstellung: 14. Juni – 8. Juli 2011
Vernissage: Freitag, 17. Juni 2011, 19.30 Uhr
Der Künstler wird anwesend sein.

Schauriges Dunkel und helles Farbengewitter verbinden sich auf der Leinwand zu einem Versteckspiel des Sichtbaren. Mal von den Farben geblendet, mal blind in den Schatten nach Formen tastend, ziehen einen die Bilder von Roman Mayer in ihren Bann. Sie entführen einen scheinbar in eine andere Welt, dabei landen wir doch nur im eigenen Kopf. Ein Akt der Verführung, der nur im Dunkeln gelingt und nur durch Andeutungen, welche auf dem schmalen Grat zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion balancieren. Eine geballte Faust, maskenhafte Fratzen und deformierte Monstrositäten lassen sich erahnen, das Offensichtliche aber wird tunlichst gemieden. Diese Bilder wollen nichts ‘bedeuten’ und erst recht nicht Stellung beziehen. Sie referieren auf nichts außerhalb ihrer selbst – es ist der Spaß am Effekt, der sie dominiert, ein Spektakel fürs Auge, ein Fest der Fiktion, ein Märchen ohne Moral. ‘Anime meets European Classic’ könnte man dieses Versteckspiel von melancholischer Sublimität und verspielter Weltflucht nennen. Oder einen düsteren Abgesang auf die fröhliche Popkultur der Jahrhundertwende darin sehen. Tatsächlich bleiben die Bilder von Roman Mayer aber unfassbar für herkömmliche Kategorien. Sie treiben ein Spiel mit uns und mit unserer Fantasie – wie ernst dies gemeint ist, darf man selbst entscheiden.

Roman Mayer, 1982 in der Opferpfalz geboren, in Neumarkt und Rostock aufgewachsen, hat Kunsterziehung/Kunstgeschichte in Regensburg studiert, sowie an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg, seinem heutigen Wohnort. Seine Werke waren bisher hauptsächlich im bayerischen Regensburg, Nürnberg und Cronach, aber auch in Essen und Berlin und Pilsen zu sehen.

Interview mit Roman Mayer

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